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Masterfahrer überzeugen bei der DM in Bensheim

Domin/Knopf 16.01.2018

 

André Domin erzielt Platz 9 am Samstag

 

Am Freitag begann meine unmittelbare Vorbereitung zur DM Cyclocross mit einer Streckenbefahrung ab 15:00 Uhr.

Zu diesem Zeitpunkt war der Boden noch sehr aufgeweicht, matschig und es gab viele Stellen, die gelaufen werden mussten oder bei denen man lediglich einen Teil des Anstiegs fahren und dann abspringen und schieben oder laufen musste.

 

Insgesamt bot der Ausrichter, die SSG Bensheim, damit eine technisch und konditionell sehr anspruchsvolle Strecke an: Asphaltpassagen beim Start und bei der Zieldurchfahrt, Wiese, diverse steile Hügel, abfallende, enge Kurven, eine tiefe und lange Sandpassage, steile Abfahrten, Hürden, Treppen usw. - bereits das Abfahren der Strecke flößte Respekt ein.

 

Als erster und teilnehmerstärkster (!) Wettbewerb wurde am Samstag um 09:30 Uhr die Master 3 Klasse gestartet. Dank meiner D-Cup Punkte konnte ich als 18.ter aus Reihe 3 starten, einen guten Sprint auf der Startgeraden und der rechtwinklig abgehenden Zielgeraden fahren und geschätzt als 14ter in den Offroad-Teil einfahren. W

Wie üblich waren die ersten Meter des rund 3 km langen Rundkurses von Hektik und Positionskämpfen geprägt. Früh wurde klar, dass der Titel zwischen den Top 5 entschieden werden würde. Ralph Berner, noch amtierender Deutscher Meister der Master2 Klasse, Armin Raible, Dt. Meister der Master3, Lars van der Sloot, mit dem ich vor 20 Jahren den ersten MTB-BIKE-Transalp als 10tes Team beendete, Michael Stenzel und Timo Berner duellierten sich und es bildete sich alsbald eine Top 3 Gruppe als Favoritenkreis.

Ich selbst konnte die zum Teil immer noch sehr matschigen und rutschigen Passagen - bis auf einen kurzen steilen Anstieg am Grillplatz - alle fahren (was mir im Training nicht gelungen war) und fuhr ein technisch sehr gutes Rennen. Fehlende Power war hingegen ein echtes Thema und so konnte ich letztlich den 8ten Rang nicht verteidigen und kam hinter Robert Karrasch-Wesselhöft als erschöpfter 9ter in´s Ziel.

Insbesondere die drei Laufpassagen und der zähe Schlamm unter den Schuhen und die dadurch zugesetzten Cleats, machten mir zu schaffen und vergrößerten den Abstand zu den vorderen Rängen.

Insgesamt war es jedoch ein wirklich anspruchsvoller und ein einer DM würdiger Kurs, eine hervorragende Organisation seitens der SSG Bensheim und es herrschte eine sehr gute Stimmung. Es war ein wunderbares Gefühl, diese DM unmittelbar vor der Haustüre bestreiten zu können. Der Zieleinlauf der Top 3 war dann Michael Stenzel vor Ralph Berner und Lars van der Sloot. Armin Raible, amtierender Europa-Meister, der wieder erstarkte Timo Berner und Thomas Stockauf, der den D-Cup mit dominierte, hatten letztlich keine Chance auf den Titel.

 

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen des Elite-Rennens (und aus Sicht des Radsport Rhein-Neckar e.V., wegen Stefan´s Start auch der Master2 Klasse,) das ich als Zuschauer verfolgte. Am Nachmittag war der Kurs mittlerweile gänzlich abgetrocknet und das Gros der Fahrer hatte Slicks oder Semi-Slicks gewählt. Diese Konditionen führten zu einem enorm hohen Tempo und alle Passagen konnten inzwischen gänzlich befahren werden (die entsprechende Kondition vorausgesetzt). Ein Artikel zum Rennverlauf findet sich hier: https://dm2018.radcross-bensheim.de/wuerdige-titelkaempfe/#more-631

 



Stefan Knopf - Tolle Kondition - aber Kette verhindert bessere Platzierung

 

Bei meiner Heim-DM startete ich mit sehr guten Form aus der 2ten Reihe.

Die 3 Rennen innerhalb einer Woche hatten sich ausgezahlt.

Direkt nach dem Start auf der langen Geraden gab es einen Crash, so dass ich etwas Geschwindigkeit herausnehmen musste und als 12ter ins Gelände einfuhr.

Die folgenden Kurven kamen mir entgegen und ich arbeite mich immer weiter vor.



Gerade als ich auf die Spitzengruppe aufgefahren war, rutschte ich leider in einer Kurve weg und habe 2 Plätze verloren.

Danach war aber der Knoten geplatzt und ich konnte recht schnell bis auf den 4ten Platz in der 3ten Runde aufschließen.

An der langezogen Kurve nach dem Zielbogen war ich bis auf ein paar Meter an den späteren 3 auf dem Podest dran.

Leider fiel mir hier die Kette vom Kettenblatt und ich habe mindestens 10 Plätze verloren…….

Naja mit etwas Wut im Bauch ging es dann weiter, bis ich den 2ten Kettenabwurf hatte…

Enttäuscht fuhr ich das Rennen auf Platz 11 zu Ende.

 

Ein großes Dankeschön geht an meine Trainingspartner und Betreuer sowie an das gesamte GUNSHA-TEAM für die tolle Unterstützung während dem Rennen.

Am Samstag geht es nun nach Mannheim zum letzten Crossrennen in Deutschland in dieser Saison.